Das Orangerieparterre entstand in seiner heutigen Struktur am Beginn des 20. Jahrhunderts. Es wurde durch k. u. k. Hofgartendirektor Anton Umlauft im Zuge der Umwandlung der Orangerie in einen Wintergarten im neobarocken Stil des Historismus angelegt.

Eine Reihe rotblühender Kastanien und die steinerne Balustrade schließen das große Orangerieparterre gegen die südlich gelegenen Terrassen ab. Die in Kegelform geschnittenen Eiben, die Bestandsreste an Blaufichten und Kaukasustannen zeigen sowohl die formale Strenge der Gestaltung als auch die Vorliebe des Historismus für Pflanzenraritäten.

Das Orangerieparterre bildet einen streng formalen Kontrast zum umgebenden Landschaftspark. Die bauliche Voraussetzung zur Errichtung des Parterres auf dem zum Leithagebirge ansteigenden Gelände bildet eine Terrassierung mit Hilfe mehrerer, bis zu 300 m langer Stützmauern. Im Rahmen des EU-Sanierungsprojekts im Jahr 2015 konnten die unterste Mauer (Kastanienallee), jene darüber (Begrenzung des Orangerieparterres), ein Mauerstück westlich der Orangerie sowie die Stiegenanlagen nach Vorgaben des Denkmalschutzes restauriert werden.

Sanierungsarbeiten am Orangerieparterre, Frühjahr 2015